Fair Fashion im Jahr 2019

von Anna Øverås | Spotted | 26.03.2019
Fair Fashion im Jahr 2019

Seit einiger Zeit ist in der Modewelt immer wieder von Fair Fashion, Nachhaltigkeit und ökologischer Mode die Rede. Doch was bedeuten all diese Begriffe konkret - ganz besonders für dich als Endverbraucher? Ich persönlich verbinde nachhaltige Materialien, Produktionsbedingungen & Co. mit gerechten und umweltfreundlichen Herstellungsverfahren, die unseren geliebten Planeten, Tiere und Menschen in den Fokus rücken und achten. 

Natürlich leben wir auch 2019 in keiner perfekten Welt, sodass Fast Fashion, billige Massenproduktionen und umweltschädliche Stoffe die Welt der Mode regieren. Allein in Deutschland verbrauchen wir pro Person 10.5 Kilogramm Textilien im Jahr, wovon nur etwas mehr als die Hälfte recycelt wird. Auch wenn wir uns mit dieser Bilanz nicht unter den Spitzenreitern befinden - der Textilienverbrauch in Norwegen liegt bspw. bei ca. 23 Kilogramm pro Person - ist die totale Zahl von 870.000 Tonnen pro Jahr hierzulande erschreckend!

Aus diesem Grund stellen wir dir heute verschiedene Materialien vor, die ökologische Mode, Fair Fashion und Nachhaltigkeit garantieren. Denn heutzutage haben wir Möglichkeiten en masse, um bezahlbare und faire Produkte zu shoppen. 

Fair Fashion im Jahr 2019

Fair Fashion - nachhaltige Materialien

Die unterschiedlichen Materalien und Stoffe unterscheiden und einordnen zu können, ist oftmals schwierig und zeitaufwendig. Ich habe deshalb ein paar von ihnen unter die Lupe genommen, um dir bei deiner nächsten Shoppingtour eine kleine Hilfestellung zu geben. 

Lyocell (Tencel)

Bei Lyocell handelt es sich um eine aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Faser, die aus Eukalyptusholz gewonnen wird und somit biologisch abbaubar ist. Die Produktion ist FSC-zertifiziert, wodurch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert werden kann. Die Herstellung des Materials benötigt wesentlich weniger Energie und Chemikalien als Viskose und 10-20 mal weniger Wasser als herkömmliche Baumwolle. 

BCI Baumwolle

BCI steht für Better Cotton Initiative und ist eine Bewegung der Modewelt, die Landwirte, Händler sowie Marken zusammenbringt, um langfristige Veränderungen auf dem Baumwollmarkt zu erreichen. Baumwolle ist das mit Abstand am häufigsten verwendete Material, obwohl die Produktion sehr umweltbelastend ist und viel Wasser, Hitze und Chemikalien zur Säuberung benötigt. Indem es die Modewelt zu einem Schritt in die richtige Richtung bewegt, bietet BCI eine tolle Alternative zu herkömmlicher Baumwolle!

Fair Fashion im Jahr 2019

(Bio-)Wolle

Wolle ist eine Naturfaser, die hauptsächlich von Schafen stammt. In der Textilindustrie werden allerdings auch Haare von Kaschmirziegen, Alpakas & Co. verwendet, um warme und hochwertige Kleidungsstücke zu produzieren. Beim Kauf von neuen Teilen solltest du immer auf die Herkunft der Wolle achten, um Nachhaltigkeit zu garantieren. Das Besondere? (Bio-)Wolle wird auf niedriger Temperatur gewaschen und ist somit umweltfreundlicher als andere Textilien. 

Nachhaltige Seide

Hochwertige Seide zählt zu den exklusivsten Textilfasern und ist daher ein kostspieliges Material. Es wird aus den Proteinfasern der Kokons der Seidenraupe gewonnen, ist abbaubar und natürlich. Tatsächlich könntest du alte Seidenstücke zusammen mit Gartenabfällen und Nahrungsmitteln auf dem Kompost entsorgen. Besonders im Frühling und Sommer sind Blusen, Kleider und Hemden aus Seide ein beliebtest Must-Have, da der Stoff sehr angenehm zu tragen und extrem leicht ist. 

Love, AnnaAnna Øverås
Interessant?

Teile diesen Blog mit deinen Freunden!

KOMMENTIERE DIESEN BLOG